So feiert die Welt Geburtstag
Andere Länder, andere Sitten
Geburtstag in anderen Ländern:
Jedes Land hat seine eigenen Sitten und Bräuche – oft mit langer Tradition.
Anders als christliche Feste wie Weihnachten und Ostern begeht man den Geburtstag fast
überall auf der Welt.
In Deutschland ist es geläufig, im Kreise von Freunden und Familienangehörigen zu feiern.
Dafür veranstaltet man ein gemeinsames Kaffeetrinken oder gern auch ein rauschendes Fest,
das bis weit in die Nacht gehen kann. Dazu gehören Sekt, Geburtstagskuchen und Geschenke.
Wie wird Geburtstag in anderen Ländern gefeiert?
Lateinamerika
In Mexiko und weiteren Ländern Lateinamerikas ist bei Kindergeburtstagen die Piñata der Höhepunkt: eine mit Süßigkeiten gefüllte Figur aus Pappmaschee, meist ein Stern oder ein Esel. Die Piñata wird an einem Seil aufgehängt, und die Kinder schlagen mit verbundenen Augen und einem Stock darauf ein – bis die Figur zerbricht und die Leckereien herabregnen. Dabei ist immer nur ein Kind an der Reihe, während die anderen Abstand halten.
Erwachsene feiern mit Torte und dem Geburtstagslied „Las Mañanitas“, das oft schon frühmorgens als Ständchen erklingt.
China
In China gibt es zum Geburtstag, neben der weit verbreiteten Torte, ein traditionelles Gericht: Langlebigkeitsnudeln („Changshou Mian“, im Süden des Landes auch „Yi Mein“ genannt). Lange Nudeln stehen für ein langes Leben. Deshalb wird versucht, sie beim Essen nicht abzubeißen, sondern jede Nudel möglichst im Ganzen zu verspeisen.
Wer den Geburtstag eines lieben Menschen verpasst hat, sollte besser nicht nachträglich gratulieren: Verspätete Glückwünsche gelten als schlechtes Omen. Geburtstage feiert man in China lieber zu früh als zu spät.
Südafrika
Eine besondere Tradition gibt es in Südafrika: Dort wird der 21. Geburtstag groß gefeiert. Früher wurde man erst in diesem Alter volljährig. Heute gilt man, wie in Deutschland, bereits mit 18 Jahren als erwachsen – der Brauch ist dennoch geblieben.
Zum 21. Geburtstag bekommen die jungen Erwachsenen einen symbolischen Schlüssel geschenkt, oft kunstvoll gestaltet und mit Namen und Datum graviert. Ursprünglich stand er für den eigenen Schlüssel zum Elternhaus und damit für Freiheit und Selbstständigkeit. Heute symbolisiert er die Türen, die sich im Laufe des Lebens noch öffnen werden.
Dänemark
Wer seinen Geburtstag lieber für sich behält, sollte besser nicht in Dänemark leben. Dort wird am Ehrentag vor dem Haus des Geburtstagskindes die Nationalflagge, der Dannebrog, gehisst. Jeder, der vorbeikommt, weiß also sofort, dass hier jemand Geburtstag feiert.
Runde Geburtstage können auch gern einmal größer ausfallen als gedacht. Manchmal erscheint nämlich eine Anzeige in der Lokalzeitung, die alle Bekannten zu einem „offenen Haus“ einlädt, um persönlich zu gratulieren.
Jamaika
Eine besonders lustige Tradition gibt es in Jamaika: Dort werden die Geburtstagskinder von den geladenen Gästen überraschend mit Mehl beworfen, also „eingestaubt“ – symbolisch dafür, dass sie wieder ein Jahr älter geworden sind. Vor allem unter Jugendlichen ist dieser Spaß beliebt.
Dafür geht es beim Festessen gesitteter zu: Verspeist wird oftmals der „Black Cake“ – ein dunkler, kräftig gewürzter Früchtekuchen. Die Trockenfrüchte dafür werden häufig schon Wochen vorher in Rum eingelegt
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